Jan Schulze

Bereich:
Feuerwehr

Verein/Organisation:
Freiwillige Feuerwehr Frankfurt am Main - Fechenheim

Jan Schulze

Interview

Wie bereicherst Du Frankfurt mit Deinem Engagement?

Frankfurt kann sich auf mich und meine Kamerad*innen verlassen. Wir sind da, wenn es wortwörtlich brennt. Auch wenn der Sturm das Dach weggeweht hat oder der LKW giftige Säure verliert, eilen wir zu Hilfe. Wir sind fest in unserem Stadtteil verankert und bereichern das soziale Leben. Ob auf Straßenfesten, Tanz in den Mai oder als aktiver Part im Vereinsring. Wir betreiben allgemeine Jugendarbeit für die Frankfurter Kids ab 6 Jahren. Auch wenn nicht alle den Weg bis in unsere Einsatzabteilung schaffen, sind wir ein prägendes Element auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Wir haben Werte und Tradition, welche wir leben und weitergeben. Trotzdem stehen wir für moderne Technik und sind bereit für gesellschaftliche Veränderungen.

Wie bereichert Dich Dein Engagement?

Die Feuerwehr begleitet mich seit meinem 10. Lebensjahr. In ihr konnte ich groß werden, Grenzen erkunden und Halt finden, wenn ich mal gestolpert bin. In ihr lernte ich in Extremsituationen ruhig zu bleiben, Entscheidungen treffen zu können und unter hohem Stress zu funktionieren. Ich lernte, wie unsere demokratischen Strukturen funktionieren und erlebte zum einen Mitbestimmung, zum anderen wie in Einsatzsituationen Menschen befehligt werden müssen. Ich fand in der Feuerwehr Kamerad*innen und Freunde fürs Leben. Eine davon durfte ich sogar heiraten.

Was war Dein schönster/stolzester Moment?

Das erste Mal, als ich mit einem Kameraden zusammen in die brennende Wohnung ging und einen Menschen lebend retten konnte – das erfüllt mich auch 20 Jahre nach dem Ereignis immer noch mit Stolz. Als ich selbst mal Hilfe brauchte und meine Kamerad*innen zur Stelle waren. Dieses Gefühl des Zusammenhalts ist schon besonders.