Interview
Wie bereicherst Du Frankfurt mit Deinem Engagement?
Ich habe mit anderen RiedbergerInnen zusammen den Sportclub Riedberg als Mehrspartenverein (Fußball, Mädchenfußball, Basketball, Rugby, Cricket, Laufen, Golf, Tai Chi, Yoga, Pilates, Ballett) gegründet und ihn 6 Jahre geführt. Danach engagierte ich mich beim Sportkreis und der Sportjugend Frankfurt. Seit den Corona-Shutdowns mache ich selbst wieder mehr Sport und bin den Triathleten bei Eintracht Frankfurt beigetreten und unterstütze bei allen möglichen Aktivitäten und Events. Aktuell bin ich Stadtteilhistoriker der Polytechnischen Gesellschaft und arbeite an einem Buch über das (ehrenamtliche) Engagement der RiedbergerInnen.
Wie bereichert Dein Engagement Dich?
Ich lerne gerne neue Menschen kennen und interessiere mich dafür, was sie so bewegt und was man gemeinsam in unserer Gesellschaft erreichen kann. Einfach umsetzen und gemeinsam auch kleine Ziele erreichen. Das macht schon glücklich.
Gibt es ein Erlebnis, was dich besonders geprägt hat?
Wir haben vom Sportkreis Frankfurt eine Veranstaltung zum Thema Inklusion auf der Sportanlage des Sportclub Riedberg veranstaltet. Die Skywheelers (Rollstuhl-Basketball von Gehenden und Sitzenden gemeinsam) stellten Rollstühle zur Verfügung, damit man das einfach mal ausprobieren konnte. Es entwickelten sich auch schnell heiße Matches und es ging nicht immer berührungsfrei zu. Manchmal schepperte es auch ganz schön heftig. Am Rand saßen zwei Jungs mit ihren eigenen Rollstühlen und schauten interessiert, aber auch mit Skepsis zu. Wegen der Erkrankung Glasknochenkrankheit war es nicht die beste Idee, sich einfach so ins Getümmel zu schmeißen. Eine Trainerin vom Blindentennis der Eintracht sah das und wir boten den Jungs an, doch einfach mal Tennis auszuprobieren. Das machte den beiden so viel Spaß, dass sie hinterher auch regelmäßig zum Tennistraining bei der Eintracht am Riederwald gingen. Manchmal sind es nur kleine Impulse, die nötig sind, und etwas Kreativität, um Neues und Schönes zu ermöglichen.